Hypnose findet heutzutage immer mehr Anklang. Viele Anwendungsbereiche werden inzwischen durch die Methode unterstützt. Doch wie sieht es mit Tieren aus? Können auch Tiere vom
Trancezustand profitieren? Die
Tierhypnose wird als Teil der
Tierkommunikation verstanden und stellt so einen ganz besonderen Bereich dar.
Tierhypnose und ihre Anwendung
Tierhypnose wird in der Regel bei Tieren angewendet, die
Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Auffälligkeiten können sich auf verschiedene Art und Weise bemerkbar machen. Während einige Tiere sich zurückziehen, werden andere aggressiv oder weisen körperliche Einschränkungen auf. Viele Verhaltensauffälligkeiten können nur schwer gebessert werden, schliesslich bestehen Schwierigkeiten in der Kommunikation.
Hier besteht der grundlegende Unterschied zur herkömmlichen Methode, wie wir Menschen sie anwenden. Hypnose ist mit einem
Trancezustand gleichzusetzen, der sowohl tiefe Entspannung, als auch höchste Konzentration verbindet. In dieser Phase ist man besonders für Suggestionen bereit. Suggestionen sind Denkanstösse oder Formulierungen, die im Vorhinein klar festgelegt wurden und die Ziele und Wünsche des Hypnotisierten beinhalten.
Doch wie funktioniert das bei Tieren? Die Frage ist berechtigt, schliesslich können wir mit Tieren durch die sprachliche Barriere nicht normal sprechen. Das ist der Grund, warum Tierhypnose Teil der
Tierkommunikation ist und daher nicht von allen durchzuführen ist. Auf verschiedene Arten kann Kontakt mit dem Tier aufgenommen und ein Trancezustand hervorgerufen werden. Für diese Kontaktaufnahme, bzw. für die Tierkommunikation, ist eine bestimmte Gabe notwendig, die nur wenigen Personen vorenthalten ist.
Verschiedene Formen der Hypnose
Während Hund und Pferd zu den Tierarten gehören, die gut auf
Tierkommunikation ansprechen und selbst eine grosse Bereitschaft zeigen, ihren Besitzern ihren Zustand mitzuteilen, gibt es Tiere, die kaum kommunizieren. Daher muss die Methode je nach Verhaltensauffälligkeit angepasst werden, um erfolgreich zu sein. Ebenso ist fraglich, ob jedes Tier in einen
Trancezustand versetzt werden kann.
In der
Tierhypnose unterscheidet man grundsätzlich drei verschiedene Formen. Abhängig vom Tier und vom Hypnotiseur wird die passende Form gewählt. Natürlich ist stets die Kooperation mit dem Tierbesitzer notwendig. Die Techniken können erlernt werden, erfordern jedoch viel Konzentration, positive Energie und Geduld. Unterschieden werden bei den drei Formen der Hypnose die Ebenen, wie der Trancezustand erreicht wird:
Chiro Trance
Chiro Trance ist auch als Körperhypnose bekannt. Chiro bedeutet übersetzt "Hand". Über Kontaktaufnahme durch Berührung durch den Hypnotiseur, kann der Trancezustand eingeleitet werden. Auf Suggestionen oder weitere verbale Kommunikation wird vollständig verzichtet. Über die Hände werden Energien ins Fliessen gebracht, weshalb das Tier beginnt, seine eigenen Kräfte zu aktivieren und seine Ressourcen zu nutzen. Das autonome Nervensystem des Tieres wird angesprochen und beeinflusst.
Der Anwendungsbereich ist vielseitig und reicht von körperlichen über geistige bis hin zu seelischen
Verhaltensauffälligkeiten. Ob diese Technik möglich ist oder nicht, hängt vom Tier selbst ab und inwiefern dieses einen körperlichen Kontakt zulässt. In manchen Fällen ist es erforderlich, dass der Tierbesitzer selbst diese Form der Hypnose erlernt, um sie bei seinem Tier anwenden zu können.
Chiro Trance Hypnose
Diese Form geht noch einen Schritt weiter und verzichtet nicht nur auf verbale Kommunikation, sondern auch auf jegliche Berührung. Kontakt wird über eine spezielle Beziehungsebene aufgebaut. Es entsteht eine einzigartige Verbindung zwischen Hypnotiseur und Tier. Dabei wird auf die Sensibilität von Tieren gesetzt, die diese Beziehung sofort wahrnehmen und Ängste, Sorgen und Blockaden loslassen.
Auch hier geht es darum, das Tier anzuregen, seine eigenen Kräfte und Ressourcen zu nutzen, um Blockaden zu lösen. Bei dieser Form wird besonders deutlich, wie eng Tierhypnose und Tierkommunikation miteinander verbunden sind. Fast alle Tierarten und deren Themen können damit verbessert werden.
Tierhalter als Kanal
Hierbei handelt es sich um eine ganz besondere Form der Tierhypnose. Die direkte Arbeit findet nicht mit dem Tier, sondern dem Besitzer statt. Der Tierhalter wird in Anwesenheit von seinem Tier in einen Trancezustand versetzt. In diesem Zustand werden Tier und Person eins und der Besitzer wird sozusagen zur Stimme des Tieres.
Er kann nun Informationen, Ängste und Einschränkungen am eigenen Körper wahrnehmen. Dies steigert das Einfühlungsvermögen und das Tier kann auf diese Weise kommunizieren, was ihm fehlt. Diese Form wird häufig etwas belächelt, jedoch kann die sofortige Reaktion des Tieres zeigen, dass hier eine gute Wirkung besteht.
Kritik der Wissenschaft
Die Hypnose an sich ist seit 2006 von der Wissenschaft anerkannt. Anders sieht es mit der
Tierhypnose aus. Bis heute gibt es keine Studien dazu, die nachweisen können, dass eine Wirkweise vorhanden ist. Daher wird diese häufig noch mit der Esoterik in Verbindung gebracht und nicht als seriöses Verfahren eingestuft.
Auch wenn die Wissenschaft die Tierhypnose kritisch betrachtet, so ist der
Trancezustand dennoch deutlich zu sehen und wer die Methode bereits einmal mit seinem Tier ausprobiert hat, kann die Verbesserung der
Verhaltensauffälligkeiten bestätigen, sodass die Kritik in der Regel keinen negativen Einfluss hat.
© Zukunftsblick Ltd.
Rechtliche Hinweise