Die
Hypnose nimmt in der heutigen Zeit immer mehr an Bekanntheit zu. Was wir erst seit Kurzem in unserer Gesellschaft angenommen haben, hat jedoch seinen Ursprung vor vielen Jahrtausenden. Die Geschichte des Trancezustandes hat bis in die Neuzeit einen grossen Wandel durchgemacht und auch die
Wissenschaft profitiert von der einmaligen Methode.
Ursprung im alten Ägypten
Hypnose beschreibt einen Zustand der
Trance, in dem höchste Konzentration vorliegt und die Person sich auf iht Inneres konzentriert. Auch wenn es scheint, die Person würde schlafen, so ist sie dennoch extrem aufmerksam, sodass
Suggestionen besonders gut aufgenommen werden. Heute wissen wir, welche Wirkung - nämlich das Lockern von neuronalen Mustern - dahintersteckt und in welchen Bereichen die Technik angewendet werden kann.
Doch auch schon im alten Ägypten, ungefähr 1500 v. Chr., wurde die Hypnose angewendet. Aus dieser Zeit stammt eine der ältesten Schriften zu diesem Thema, der sogenannte Papyrus Eber. Der Trancezustand wurde damals als Tempelschlaf bezeichnet und diente der Besserung von mentalen Einschränkungen. Auch die Griechen, die mit den Kulten der Ägypter vieles gemein haben, verfeinerten diese Technik. Die Wirkweise der Suggestionen spielte eine besonders wichtige Rolle.
Hypnotisierte Personen führten die Stimme, die sie in der Trance, fernab der Wirklichkeit wahrnehmen konnten, auf eine göttliche Eingebung zurück. Dies ist letztendlich der Grund, warum wir bis in die Neuzeit glauben, die Methode sei Teil der Esoterik und Spiritualität. Auf den ersten Blick scheint die
Wissenschaft dabei aussen vor zu sein.
Erst im Jahre 291 v. Chr. wurde die Technik von den Römern übernommen, die ebenfalls von der einzigartigen Wirkung profitieren wollten. Anhand des Ursprungs lässt sich auch die Bezeichnung Hypnose erklären. Sie stammt vom griechischen Wort hypnos ab, was Schlaf bedeutet. Mit der Bezeichnung wird also der Trancezustand ziemlich genau beschrieben.
Die Hypnose im Wandel
Lange Zeit war es still um die Technik und es gab wenig Veränderung, bzw. Aufklärung diesbezüglich. Erst im 18. Jahrhundert gab es neue Erkenntnisse und Ansichten, die die Methode bis heute prägen. Entscheidend hierfür war der Franzose Franz Anton Mesmer. Er bezeichnete das Hypnotisieren als "Aura des Phantastischen", was wir heute widerlegen können, da die Wirkweise inzwischen bekannt ist.
Er behauptete, dass, um eine
Trance zu erreichen, weder Hilfsmittel, noch sonstige Methoden notwendig waren. Er schaffte diesen Zustand durch Abstreichen des Körpers. Hierfür machte er seinen eigenen Magnetismus verantwortlich. Quasi übertrug er seine Energie auf den Körper anderer Personen, um sie in einen hypnotischen Zustand zu versetzen. Er hatte damit grosse Erfolge, unter anderem bei Mitgliedern des französischen Königshauses.
Der Portugiese Abbé Faria widersprach dieser Theorie einige Jahre später und berief sich dabei auf Studien, die er in Indien ausführte. Der Magnetismus selbst rückte in den Hintergrund und die Suggestionslehre bekam immer mehr Bedeutung. Die Kraft des Wortes wurde als Auslöser einer Trance verantwortlich gemacht.
Der erste wissenschaftliche Ansatz ist auf James Braid, einen Engländer, im 19. Jahrhundert zurückzuführen. Er war der Erste, der alle vorherigen Ansätze zurückliess, um seriös die
Hypnose zu hinterfragen. Dank vieler Versuche, die hauptsächlich an Familienmitgliedern durchgeführt wurden, wurde er zur ersten Person, die die Technik bewusst anwendete, um Veränderungsprozesse hervorzurufen.
Er legte anschliessend den Namen Hypnose fest und wird daher in mancher Literatur auch als Urvater bezeichnet. Die Bezeichnung wählte er, wie bereits erwähnt nach dem griechischen Wort aus, da die Augen während der Trance dem Schlafzustand ähneln. Er veröffentlichte in einem Buch seine Ergebnisse, konnte jedoch bei seinen Kollegen keinen Anklang finden.
Dennoch wuchs das Interesse bei Wissenschaftlern, und einige beschäftigten sich mit den Thesen von Braid. Sie konnten die
Suggestionen bestätigen und es entstanden erste Schulen für Hypnose, wie die Schule von Nancy, die unter anderem Sigmund Freud besuchte.
Trancezustand heute
Nach einer langen Reise und viel Wandel der Zeit, sind wir in der Neuzeit angekommen, in der die Methode mehr ist, als einfach nur esoterische Magie. Inzwischen sind wir uns bewusst, welche Einflüsse die Technik auf den Körper hat. Zudem beschäftigt sich die
Wissenschaft zunehmend mit der ganzheitlichen Ansichtsweise und sieht den Körper nicht mehr nur als leere Hülle.
Es werden zahlreiche Studien zur Thematik durchgeführt, die die Erfolge und die Wirkweise bestätigen, sodass
Hypnose heute in vielen Bereichen Anwendung findet. In der Tat hat sich der lange Weg gelohnt und aus einer Methode, die einzelnen Kulturkreisen vorbehalten war, wurde eine Technik, von der heute viele Menschen profitieren können.
Auch wenn einige wissenschaftliche Studien die Wirkung beweisen konnten, so gibt es immer noch eine Vielzahl an Wissenschaftlern, die der Methode kritisch gegenüberstehen. Hypnose kann auf verschiedene Art und Weise ausgeführt werden und es bedarf noch mehr Anerkennung, um neue Entwicklungen zuzulassen.
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